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18. März 2010
 

Carmen Nebel

 
Die Klostertaler. Quelle: CMS
Die Klostertaler

Nie mehr Bus fahren

Die Klostertaler gehen in die "Musikerrente"

Von Torsten Haselbauer

2010 ist das finale Jahre für die Klostertaler. Auf dem Höhepunkt ihres Erfolges will die österreichische Erfolgsband nun ihre Karriere beenden. Über 60 Konzerte noch und im Sommer dann eine große Alpenparty, so wird die Ära Klostertaler besiegelt. ZDF.de sprach mit dem Gründer der Band, Markus Wolfahrt, über dreißig Jahre Klostertaler.

 
 
 
 

ZDFonline: Markus Wohlfahrt, es kann ja kaum einer glauben: Ist im August wirklich Schluss mit den Klostertalern?

 

Markus Wolfahrt: Ja, im Sommer werden wir definitiv unser letztes Konzert geben. Danach geht es ab in die wohlverdiente Musikerrente. Das aber bitte nicht so sehr wörtlich nehmen.

 

ZDFonline: Was waren die Gründe für Euren Rückzug?

 

Wolfahrt: Es passte einfach. Der Zeitpunkt Sommer 2010 als Abschiedsdatum war perfekt. Alle unsere Verträge laufen Mitte des Jahres aus. Damit also gibt es überhaupt keine Probleme. Was aber noch viel wichtiger ist: 34 Jahre Klostertaler und das fast immer on tour. Ich glaube, das reicht einfach.

 

ZDFonline: Das Tourleben ist ziemlich anstrengend, oder?

 

Wolfahrt: Die Konzerte nicht. Jedes Konzert in meiner Karriere war ein Highlight. Richtig schwierig sind die Stunden dazwischen. Meinen letzten Geburtstag zum Beispiel verbrachte ich in unserem Bandbus. Wir waren auf dem Weg von Nordholland zurück nach Österreich, 16 Stunden lang. Ich bin in einem Jahr ja über 100.000 Kilometer unterwegs. Da dachte ich, aufhören ist sicher nicht das Schlechteste.

 

ZDFonline: Wie bereiten Sie sich denn auf das Rentnerleben vor?

 

Wolfahrt: Langweilig wird es mir bestimmt nicht. Da bin ich mir ganz sicher. Ich habe viele Projekte und Ideen im Sinn. Vor allem im letzten Jahr, als ich verletzt war, habe ich schon eine Menge neuer Pläne geschmiedet.

 

ZDFonline: Ein wenig konkreter bitte!

 

Wolfahrt: Natürlich werde ich weiter Musik machen. Aber nicht mehr in einer Band und nicht mehr so intensiv und auf eine andere Weise. Ich werde mich mehr um meinen Musikverlag kümmern und mehr komponieren.

 

ZDFonline: Und damit wieder auf Tournee gehen, am besten in einem Bus. So wie immer?

 

Wolfahrt: Tournee wäre der falsche Begriff. Aber wenn man was komponiert, möchte man das auch einem Publikum präsentieren. Nicht mehr in großen Hallen oder auf langen Reisen zu Hallen oder Festivals. Ich will lieber in kleinen Klubs spielen. Das passt dann besser.

 

ZDFonline: Es gab große und nicht so große Momente in Ihrer Karriere. Woran erinnern Sie sich in den 34 Jahren?

 

Wolfahrt: Das Negative blendet man ja schnell und gerne aus. Aber meinen Schwächeanfall beim Walzertanzen in der Carmen-Nebel-Show vor knapp drei Jahren, der wird mir ewig nachhängen. Darauf werde ich noch immer angesprochen. Die schönen Momente haben aber eindeutig überwogen. Davon gibt es wirklich so viele, dass ich sie nicht alle aufzählen kann.

 
 
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