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14. März 2010
 

Carmen Nebel

 
Ballett des Berliner Friedrichstadtpalastes
ZDF, Max KohrDas Deutsche Showballett und das Ballett des Berliner Friedrichstadtpalastes

Fliegende Beine in Berlin

Carmen Nebel sorgt für einen Weltrekord und viel Musik

Von Torsten Haselbauer

Berlin, Berlin, wir senden aus Berlin - aus der deutschen Hauptstadt also Carmen Nebel diesmal ihre Show. Berliner Luft schnupperten der unverwüstliche Rock 'n' Roller Peter Kraus, der Schauspieler Mario Adorf gemeinsam mit den Ostrockern Puhdys, die Griechin Vicky Leandros - und aus Italien reiste Angelo Branduardi an. Ein echter Weltrekord wurde an diesem Abend auch noch aufgestellt.

 
 
 
 

Berlin hat jede Menge zu bieten, die Stadt inspiriert. Wohl auch deshalb sind die Shows aus der Hauptstadt immer etwas ganz Besonderes. Das war diesmal nicht anders. In das Berliner Velodrom, dort wo sonst die Radrennfahrer ihre Bahnen ziehen, zogen diesmal die Musiker ein.

 

Deutsch-amerikanisches Dreamteam

Es begann gleich sehr dynamisch, nämlich mit Peter Kraus. Der Rock 'n' Roller wird in der nächsten Woche 70 Jahre alt und macht daraus kein Geheimnis, über 50 Jahre lang hat er die Hüften schon kreisen lassen. Peter Kraus hat viele musikalische Verdienste. Sein größter war wohl, dass er den Rock 'n' Roll aus Amerika nach Deutschland brachte, damals vor rund 50 Jahren. In Berlin gab es nun ein kurzes, intensives Revival dieser guten, alten und vor allem wilden Zeit. Die "Comets", die Originalband der Rock 'n' Roll Legende Bill Haley und Peter Kraus fanden sich auf der Bühne zusammen. Das deutsch-amerikanische Dreamteam sang, wen wundert es, den Evergreen des Rock 'n' Roll überhaupt: "Rock around the clock".

 
Peter Kraus und The Comets. Quelle: ZDF,Max Kohr
ZDF,Max Kohr
Peter Kraus und The Comets

Dann ein Berliner Blick zurück. Wie kein anderer Mann gehört Harald Juhnke in und zu dieser Stadt. Das Berliner Original ist vor vier Jahren verstorben und wäre in diesem Jahr 80 Jahre alt geworden. In der Carmen Nebel-Show wurde noch einmal an den unvergesslichen Entertainer erinnert. "Große Klappe, große Pläne, großes Herz - Juhnke war wie Berlin", sagte Carmen Nebel am Anfang einer Hommage für das Ausnahmetalent.

 

Hommage an Harald Juhnke

Der Schauspieler Thomas Heinze sang ein Medley der großen Lieder seines Idols, "Barfuß oder Lackschuh" zum Beispiel und viele weitere. "Wenn mein Leben verfilmt wird, dann soll mich Thomas Heinze spielen", hatte Harald Juhnke einmal gesagt. Und seit "Willkommen bei Carmen Nebel" weiß man auch warum. "Berlin, Berlin" statt "New York, New York" hieß es noch einmal, als Angelika Milster im Duett mit dem großen Unterhaltungskünstler Juhnke gemeinsam auftrat. Ein technischer Trick machte dieses emotionale Kunststück möglich.

 
Carmen Nebel mit den Puhdys und Mario Adorf. Quelle: ZDF,Max Kohr
ZDF,Max Kohr
Carmen Nebel mit den Puhdys und Mario Adorf

Es gab noch viele Überraschungen zu bestaunen an diesem bunten Berliner Abend. Mario Adorf zum Beispiel und die Puhdys. Der große Schauspieler von Welt und die legendären Ostrocker haben sich vor zehn Jahren bei einem Filmdreh kennen - und schätzen gelernt. Mario Adorf spielte einen in die Jahre gekommen Schlagersänger und die Puhdys sich selbst. Eine Band in einem Tanzclub. Seit diesem Film gelten Adorf und die Puhdys als echte Freunde. Die Idee, ein gemeinsames Lied mit dem Titel "Gigolo" zu singen, kam dann automatisch. Es lohnte sich und bedeutete gleich TV-Weltpremiere.

 

Italienischer Abend mit "Luca Toni"

Es folgten Hansi Hinterseer, Heinz Rudolf Kunze, Vicky Leandros sowie Angelo Branduardi mit seinem Welthit "La pulce d'aqua" (Der Wasserfloh") und Umberto Tozzi. Und um den unterhaltsamen, ja fast italienischen Abend im Berliner Velodrom komplett zu machen, trat der Comedian Matze Knop als Fußballstar Luca Toni ("Numero Uno") auf. Ein 13-jähriger Junge mit einer außergewöhnlichen Stimme sorgte schließlich (nicht nur) bei seinen Eltern für eine faustdicke Überraschung. Dennis zog nämlich die Bühne des Velodroms der Einladung zu einem Kindergeburtstag vor.

 

Und der angekündigte Weltrekord? Der wurde an diesem Samstagabend in Berlin auch noch aufgestellt. 56 attraktive Tänzerinnen des Berliner Friedrichstadtpalastes und des Deutschen Showballetts warfen 112 lange Beine synchron hoch hinaus in die Berliner Luft. Das sah nicht nur richtig gut aus, sondern war auch die bislang längste "Girlreihe" der Welt.